Poesie 8
Haiku
Sehe und höre den Kosmos - fasse es in einen Rahmen > 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6  7 - 8  9  10  11
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Das Schönste was wir erfahren können ist das Mysteriöse, es ist der Quell aller wahren Kunst und Wissenschaft. (Albert Einstein)

Die Struktur seiner Haiku spiegelt die Einfachheit seiner meditativen Lebensweise wider. Er versah viele seiner Verse mit einer mystischen Qualität und versuchte, die großen, weltbewegenden Themen durch einfache Naturbilder auszudrücken, vom Vollmond im Herbst bis zu den Flöhen in seiner Hütte.

Bashō gab dem Haiku eine ganz neue Anmut. Er vertiefte im Haiku den Zen-Gedanken und begriff Poesie als einen ganz eigenen Lebensstil (Kado, der Weg der Poesie).

*Bashō war der festen Überzeugung, Poesie könne eine Quelle der Erleuchtung sein. „Erlange Erleuchtung, dann kehre zurück in die Welt der normalen Menschlichkeit”, riet Bashō. *

Und weiter:
Tritt nicht in die Fußstapfen der alten Meister, aber suche, was sie suchten”.

Seine Aufmerksamkeit für den Kosmos der Natur entwickelte die Versform des Haiku von einem bis dahin unbedeutendem Zeitvertreib der höfischen Aristokratie zu einem Hauptgenre japanischer Poesie.








Hauch eines Schmetterlingflügels


Schmetterlingseffekt
> siehe unter:
Wikipedia/Schmetterlingseffekt

 

Synchronizität

>
siehe unter:
Wikipedia/Synchroniizität

 

Mond und Sonne



Mond - Sonne

gegensätzlich

unvereinbar - vereinbar

Du - ich?

 

 



Mond und Sonne

Gold und Silber

gemeinsam im Wechsel

Den Tag erwärmt die Sonne

die Nacht erhellt der Mond

Symbiose

   

Herbst

Trauerbirke

öffnet ihr Blätterhaar

in weichem Gold

und Feuerfarben

 


Blätterpracht

leuchtende Fülle

wie nie zuvor

im Herbst

Mensch

bist Du im Leben

Fülle erfähst Du

im Herbst

Augenblicke

unerwartet

Erstaunen

vertraut

 

 

nach Jahren noch

Zauber

kurze Zeit

 

Zauberhafte Begegnung

unvergessen

Ewigkeit

Lebensgeist

 

 

 

 

Welch grandioses Spiel

kennst Du?

die Regeln

 

 

 

DAO

mit Dir im Tanz

Einheit

der zwei Seiten

 

 

Sie suchen

entdecken kannst Du es

nur im Kind

Lebensgeist

Ein Kind

liebt

spielt

lächelt

 

Zwei Welten verbinden

im kindlichen Tanz

ständig Neues empfangend

Ein Herrscher

nein, ein Kind ist´s

Schmetterlinge fliegt!

Zauber der Begegnung

Übers Tal

erklingt Deine Melodie

Resonanz

 

 

 

Licht und Schatten

Setze Vollkommenes entgegen

aufgelöster Strömungswirbel

:-)

Lebe ES

im Tanz Blumenregen

Gedämpfte Stille

im Nebelkleid

Krähengesang verkündet

 

     

Blumenformen in der

Umarmung des Morgen

Zeit der Stille

Grünes Wiesenbett

geküsst von

gefrorenem Wasserhauch

 

Wärmende Sonne

Erstarrtes löst sich

   
 

Den Schatten nehmen

Erstarrtes betrachtend

Im Licht gehen

Feuer im weichen Licht

gemeinsames

leuchten

Licht und Schatten

sich sanft berühren

weiche Übergänge

in der Tiefe

Ikarus

Garten

Fülle der Samen

im Licht

Flügel ohne Form

in große Höhen

 

Male die Farben

des Rotkelchens

höre seine Melodie

in mir

 

in der Form

nicht sichbar

 

Licht der Sonne

wollt´s mit Dir teilen

Krähen vernehmen

und verkünden