Die Struktur seiner Haiku spiegelt die Einfachheit seiner meditativen Lebensweise wider. Er versah viele seiner Verse mit einer mystischen Qualität und versuchte, die großen, weltbewegenden Themen durch einfache Naturbilder auszudrücken, vom Vollmond im Herbst bis zu den Flöhen in seiner Hütte.
Bashō gab dem Haiku eine ganz neue Anmut. Er vertiefte im Haiku den Zen-Gedanken und begriff Poesie als einen ganz eigenen Lebensstil (Kado, der Weg der Poesie).
*Bashō war der festen Überzeugung, Poesie könne eine Quelle der Erleuchtung sein. „Erlange Erleuchtung, dann kehre zurück in die Welt der normalen Menschlichkeit”, riet Bashō. *
Und weiter:
„Tritt nicht in die Fußstapfen der alten Meister, aber suche, was sie suchten”.
Seine Aufmerksamkeit für den Kosmos der Natur entwickelte die Versform des Haiku von einem bis dahin unbedeutendem Zeitvertreib der höfischen Aristokratie zu einem Hauptgenre japanischer Poesie.
Hauch eines Schmetterlingflügels
Schmetterlingseffekt
> siehe unter:
Wikipedia/Schmetterlingseffekt
Synchronizität
> siehe unter:
Wikipedia/Synchroniizität |
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19.12.2011
20.12.2011
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Sonnenfluten berühren
zärtlich den Morgennebel
heben ihn empor
küssen ihn im gold´nen Schein
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Schneeflocken
dicht an dicht
Stille
Ruhe
Frieden
sei´s für den Menschen
sei´s für die Menschheit
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22.12.201
03.01.2012 |
Schwarzer Vogel
lang ist´s her
flog auf zu meinen Füßen
kam als Feuervogel wieder
ließ erwärmen meine Brust
Feuer brannte nicht
erhellte diese Welt
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Bewusst das Heute erleben,
so vernimmst Du die Sprache
des Lebens.
Nicht in der Vergangenheit verweilen,
die nicht mehr lebt,
sondern die Zukunft
durch das Jetzt gestalten. |
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